Wildbienen gehören zu den wichtigsten Bestäubern in unseren Gärten. Zugleich stehen viele Wildbienen unter Druck: Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz und verschiedener Roter Listen gilt inzwischen ein erheblicher Teil der Wildbienen-Arten in Deutschland als gefährdet oder bereits ausgestorben. Umso wichtiger sind Gärten, die während der gesamten Saison ein vielfältiges Nahrungsangebot bereitstellen. Und dabei kann Rhododendron durchaus eine Rolle spielen!
Tipp: Es gibt rund 560 Wildbienen-Arten in Deutschland. Wichtige Informationen zu den interessanten „Einzelgängern, Pollensammlern und Nestbauern“ finden Sie beim Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND).
Die besten Pflanzen für Wildbienen: Ist Rhododendron gut für Insekten?
Lange galten Rhododendren in ihrer Bedeutung für Wildbienen als umstritten. Neuere Untersuchungen zeigen jedoch ein differenzierteres Bild: Bestimmte Rhododendron-Sorten können für verschiedene Wildbienen-Arten durchaus eine wertvolle Nektar- bzw. Pollenquelle darstellen, insbesondere dann, wenn geeignete Nistmöglichkeiten in der Nähe vorhanden sind. Das zeigt beispielsweise die Studie „Wildbienen an den häufigsten Rhododendron-Sorten“ die im Jahr 2021 im Rhododendron-Park Bremen durchgeführt wurde.
Tipp: In der Untersuchung wurden von den INKARHO-Rhododendren die beiden Sorten ‘Gomer Waterer‘ und ‘Pushy Purple‘ besonders hervorgehoben.
Zur Blütezeit des Rhododendron wird der Garten zum summenden Buffet
Nicht jede Wildbiene nutzt dieselben Pflanzen. Manche Arten sind sehr spezialisiert, zum Beispiel die Glockenblumen-Sägehornbiene (Melitta haemorrhoidalis), die ihre Nahrung nur aus Glockenblumen zieht. Andere Wildbienen sammeln Nektar und/oder Pollen an einer Vielzahl verschiedener Blüten, darunter Rhododendron. Besonders interessant für Wildbienen sind ungefüllt blühende Rhododendron mit langer oder zeitlich früher beziehungsweise später Blütezeit. Solche Rhododendren können Nahrungslücken schließen, wenn andere Pflanzen gerade nicht blühen. Unter anderem die Deutsche Rhododendron-Gesellschaft weist darauf hin, dass vor allem früh blühende Rhododendren Nektar zu einer Jahreszeit anbieten, in der das Blütenangebot im Garten häufig noch begrenzt ist (Quelle: Deutsche Rhododendron-Gesellschaft: https://www.rhodo.org/rhododendron).
Tipp: Besonders früh blühende INKARHO-Sorten sind ‘Cunningham’s White‘ und die INKARHO-Dufthecke. Diese beliebten Rhodos können das Blütenangebot für Wildbienen bereits im zeitigen Frühjahr ergänzen, wenn viele andere Gehölze noch nicht oder erst vereinzelt blühen. Aber Achtung: Die tatsächliche Nutzung durch Wildbienen hängt immer auch von der jeweiligen Wildbienenart sowie von den Blütenmerkmalen ab!
Duftende INKARHO-Rhododendren: Ein Plus für Garten und Insekten
Besonders reizvoll für jeden Gartenliebhaber sind die robusten INKARHO-Rhododendren. Dank ihrer kalktoleranten Unterlage wachsen sie auf deutlich mehr Gartenböden als klassische Rhododendren und lassen sich dadurch vielerorts erfolgreich einsetzen. Gerade die duftenden Sorten und die INKARHO-Dufthecke bereichern den Garten nicht nur optisch. Während ihrer Blütezeit entstehen bei guter Pflege zahlreiche Rhododendron-Blüten die das vorhandene Angebot an Nektar ergänzen und damit zur Vielfalt des Speiseplans von Wildbienen beitragen.
Übrigens können auch kleinere Rhododendren für Wildbienen wertvoll sein. Entscheidend ist weniger die Größe der Pflanze als die Anzahl und Qualität der Blüten. Achten Sie bei Ihrer Auswahl auf möglichst ungefüllte Blüten. Diese sind für bestäubende Insekten in der Regel leichter zugänglich als stark gefüllte Züchtungen.
Tipp: Pflanzen Sie Rhododendren nicht als einzige Nahrungsquelle für Wildbienen in den Garten. Die größte Wirkung für Wildbienen erzielen Pflanzungen, die verschiedene Blütezeiten miteinander kombinieren. Sie gehen ja auch lieber in ein Restaurant mit üppiger Speisekarte als in eine Kantine mit einem einzigen Essen, nicht wahr?
Reicht die Blütezeit von Rhododendron für Wildbienen aus?
Viele Rhododendren blühen mehrere Wochen lang. Für Wildbienen ist das hilfreich, dennoch sollte kein Garten ausschließlich aus Rhododendren bestehen, denn allein die Rhododendron-Blütezeit würde für Wildbienen nicht ausreichen: Je nach Art sammeln erste Wildbienen schon ab Februar, andere bis in den Oktober hinein. Fachleute empfehlen darum eine möglichst große Pflanzenvielfalt im Garten. Ergänzend eignen sich beispielsweise Salweide, Kornelkirsche, Lavendel, Katzenminze, Storchschnabel oder verschiedene heimische Glockenblumenarten. Einen umfangreichen Überblick über die besten Pflanzen für Wildbienen (Liste und Zusatzinfos) und ihre Blütezeit bietet die Broschüre„Pflanzen, die Bestäuber lieben“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.
Fazit: Blüten, Duft und Vielfalt – jeder Garten & jede Pflanze zählt
Zugegeben: Ein einzelner Rhododendron wird das Insektensterben nicht aufhalten. Doch als Teil eines vielfältig bepflanzten Gartens können Rhododendron das Nahrungsangebot für Wildbienen sinnvoll ergänzen. Besonders robuste INKARHO-Rhododendren ermöglichen dies an vielen Standorten, da sie auf jedem normalen Gartenboden gedeihen. Duftende Sorten verwandeln den Garten während ihrer Blütezeit in eine farbenfrohe und wohlriechende Oase, in der Wildbienen Energie tanken können.
Wer darüber hinaus noch mehr für Bestäuber tun möchte, findet im Leitfaden „Kompensations- und Grünflächen zum Wohle der Honig- und Wildbienen“ des Instituts für Bienenkunde Celle zahlreiche praktische Anregungen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem blühenden, summenden Wildbienen-Garten mit Rhododendron & Co.


